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VitaKindheit Musikschule In den 70ger Jahren war es nun mal modern, politische Lieder zur Konzertgitarre zu singen und andererseits elektrisch verstärkt den Vorbildern der Rockmusik nachzueifern. Der Unterhaltungswert war grösser, wenn man locker daherkam. Vielgeprobte künstlerische Auftritte dagegen interessierten allenfalls unsere Eltern. So wechselte ich in der Musikschule vom Akkordeon zur Elektrogitarre. Ich hatte zunächst damit zu tun, meine autodidaktischen Fehler auszubügeln und gelangte in der Folgezeit zum Grundstufenabschluss. Und allmählich rückte eine entscheidende Frage näher: Was soll ich studieren? Mir schwebte Theaterwissenschaften vor. Leider war meine erste Bewerbung in Berlin erfolglos. Lehrer wollte ich nicht werden. Da kam die Erleuchtung: Seit ich denken konnte, spielte das Musizieren in meinem Leben eine grosse Rolle. Warum sollte ich nicht dieses schöne Hobby zu meinem Beruf machen? Studium Noch während der Studienzeit gelang mir 1982 der Schritt zum aktiven Berufsmusiker. Damals hatte ich die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Angeboten: Einerseits die Mitwirkung als Gitarrist in einer Tanzkapelle, andererseits die Position als persönlicher Begleitgitarrist des Schlager-und Folklore-Duos "Sandra Mo & Jan Gregor". Ich spielte zuerst bei "Rubin" in Radebeul vor. Das war in einer Garage, die als Probenraum diente. Als junger Student empfand ich den Geruch kalten Zigarettenrauches, die rüden Sprüche, abgetragene osteuropäische Pelze und Weisswein am Morgen abstossend. Die Jungs wollten mich. Aber ich wollte sie nicht. Dann bei Sandra und Jan. Man lud mich ein in Jans Wohnung. Sandra war natürlich auch da. Das Schlagerduo lebte so, wie es sich öffentlich präsentierte. Es roch nach Exotik, es gab Tee, das Ambiente war angenehm. Wir hörten die Musik, die ich später zu spielen hatte. Ich spürte Wohlbefinden. Ihr damaliger musikalischer Leiter Norbert kam aus Erfurt und wir besprachen, was zu tun war. Mit meiner Entscheidung für die etwas anspruchsvollere Aufgabe bei Mo/Gregor stellte sich die Weiche für meine weitere musikalische Entwicklung. Beruf Es begann mit einem ersten Auftritt am 21.3.1982 im Kulturhaus Bischofswerda. Mann, hatte ich Lampenfieber. Warum eigentlich? Die Lieder waren geprobt, die Technik stimmte, die Musiker waren vorbreitet und die Solisten hatten schon anderes erlebt. Also los. Und es war gut... Wenn ich manchmal in den Garderobenspiegel schaute, stellte ich fest, dass es mir an Ausstrahlung mangelte. Wir sprachen oft darüber, was am Outfit zu verbessern wäre: Frisur, Kleidung, Accessoires usw. Und es war Jan Gregor, der mich Schritt für Schritt aufbaute. Bühnenpräsenz habe ich von ihm gelernt. Besonders in der Zeit, als ich innerhalb des Tourneeprogrammes "Sandra Mo & Jan Gregor - Rhythmus, Exotik, Poesie" (ab 1983 aufgelegt von der Konzert- und Gastspieldirektion Dresden) die Möglichkeit bekam, als Solist aufzutreten. Wollte ich zunächst meine gitarristische Virtuosität (Studium der Gitarre) in dieses Programm einbringen, liess ich mich belehren, eher volksverbundener zu spielen. Vielleicht hätte ich mich an diesem Punkt nicht beeinflussen lassen sollen. Aber es waren der Ort und die Zeit, um mehr in Richtung "Ricky King" zu gehen. Meine Musikerkollegen in der Band verspotteten mich deshalb. Das Publikum jedoch war gerührt und begeistert. Später war ich der einzige im Programm, der eine Zugabe zu geben hatte ("Sorbas`Tanz"). Ich fing an, einfache Melodien für Sologitarre und Band zu komponieren. Im Studio von "Electra"-Chef Bernd Aust nahm ich einige Titel auf und es gelang mir, in Rundfunk und Fernsehen der DDR präsent zu sein. Das war 1988. Die gleiche Zeit, als Sandra und Jan sich trennten und ich für Sandra die LP "Zigeunerlieder" arrangierte und als musikalischer Leiter zur Produktion verhalf. Die Wende Rückblick: music-transfer Diese sechs Jahre waren für mich sehr wichtige und erfüllende
Jahre. Aufbauend auf meinen Show-Erfahrungen mit Sandra Mo und Jan Gregor,
gestalteten wir in kleinster Besetzung komplette 90minütige Showprogramme,
die wir als Kurkonzerte in den östlichen Ostseebädern vom
Darß bis Usedom gut verkauften. Thematische Teile aus diesen Programmen
fanden auch Platz in unseren gestalteten Tanzabenden, für die uns
grössere Hotels, kleinere Restaurants, Bars und sogar Campingplatzbetreiber
buchten. Hier finden sich die Wurzeln meines späteren Repertoires
als Alleinunterhalter. Hier einige Bilder: 1997 |